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NT-Messung

Das Ersttrimester-Screening ist eine risikoarme, nichtinvasive Methode zur Abschätzung des Risikos bezüglich der häufigen Chromosomenstörungen (Trisomie 21 = Down Syndrom = Mongoloismus oder Trisomie 13/18) oder für einen Herzfehler. Der Test besteht aus einer - in der Zeit zwischen der 11+0 und 13+6. SSW durchgeführten detaillierten Ultraschalluntersuchung des Kindes.

Neben der Messung der kindlichen Nackenfalte ( sogenannte Nackentransparenz (NT) ) wird das Kind insgesamt genauestens untersucht. Anhand der ermittelten Messwerte und der mütterlichen Alters- und Gewichtsangabe wird eine individuelle Risikoabschätzung für mögliche Fehlbildungen oder das mögliche Vorliegen einer Chromosomenstörung bei dem erwarteten Kind berechnet.

Die Auswertung dieser Untersuchung erfolgt nach den Richtlinien der FMF-England.

Die Sicherheit der Wahrscheinlichkeitsuntersuchung aus Alter und NT wird mit ca. 75% angegeben. Erfolgt zusätzlich eine Blutentnahme bei der zwei mütterliche Serumwerte (PAPP-A und freies ß-hCG) erfasst werden, so erhöht sich die Sicherheit der Vorhersage auf max. 85 %.

Unter Hinzunahme weiterer Parameter wie zum Beispiel die Darstellung des Nasenbeins, des Kiefer-/Stirnwinkels, der Blutflussmessung in einem speziellen Gefäßabschnitt des Feten (Ductus venosus) oder über der Tricuspidalklappe kann das Risiko weiter präzisiert werden. So kann bereits zu einem frühen Zeitpunkt eine Aussage über die Güte der Herzfunktion gemacht werden! Gleichzeitig kann ein frühes Herzecho erfolgen, das die Existenz von 2 parallelen Herzhälften erkennbar macht.

Eine Risikoabschätzung erlaubt zwar keinen endgültigen Ausschluß oder Beweis einer derartigen Störung, ermöglicht aber, Sie über weitere sinnvolle Maßnahmen - wie etwa eine Fruchtwasseruntersuchung - zu beraten.

     


Feindiagnostik / Fehlbildungsscreening

Der optimale Zeitpunkt für die Feindiagnostik des Feten liegt um die 21. SSW. Jetzt ist das Ungeborene schon so groß, dass man Details darstellen kann und noch klein genug das Ungeborene als Ganzes zu erfassen. Hierbei erfolgt strukturiert die Darstellung insbesondere solcher Strukturen, die besonders häufig von Fehlbildungen betroffen sind: die Form des Kopfes, das Profil, Lippen, Magen, Harnblase, die Lage des Herzens, die Darstellung der Bauchwand mit dem Abgang der Nabelschnur, die Anzahl der Nabelschnurgefäße, die Extremitäten (Arme u. Beine), der Rücken, in diesem Zusammenhang sehr wichtig die Darstellbarkeit des Kleinhirns, die Größe der Hirnkammern, die kindlichen Nieren und nicht zuletzt auch das Genitale. Wichtiger Bestandteil des Fehlbildungsultraschalls ist das Herzecho.

  Gesicht des Feten im US-Bild Gesicht im Profil
Cerebellum (Kleinhirn) Darstellung der Liquorräume (Hirnwasserkammern) zum Ausschluss eines Hydrocephalus Nabelschnuransatz
 
Darstellung der fetalen (kindlichen) Nieren an Hand der Nierenarterien Darstellung der Anzahl der NS-Arterien (normal: je 1 links und
rechts der fetalen Harnblase)
 
 
Mädchen im US-Bild Junge im Ultraschallbild  


Herzecho

Überkreuzung der großen Arterien Bluteinstrom in die Herzkammern Vierkammerblick


Doppler-Untersuchung

mütterlicher Blutfluss

 
Arteria uterina (Gebärmutter und damit Plazenta versorgende Arterie)  


fetaler (kindlicher) Blutfluss

Arteria umbilicalis (Nabelschnurarterie) Arteria cerebri media (mittlere der drei Hirnbasisarterien)
Ductus venosus
ein zwar kleiner, jedoch zur Beurteilung des kindlichen Wohlergehens sehr wichtiger Gefäßabschnitt, in dem das kindliche Blut sehr schnell fließt
 
"Geschwindigkeitsmessung" in der A.cerebri media.
eine sehr wichtige nicht-invasive Blutflußmessung zur Abschätzung einer fetalen Anämie (kindliche Blutarmut), die die früher übliche Nabelschnurpunktion vollständig ersetzt hat
 


NT-Messung
Dr. med. Birgit Ruppert-Neckel - Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Am Markt 3a - 23843 Bad Oldesloe - Tel: 04531 - 41 51 - Fax: 21 35